BDP Babenhausen

Presse-Informationen - November 2003


Pressemitteilung vom 04.11.2003

Zeugen aus der Todeszone - Das jüdische Sonderkommando in Auschwitz

Eine Lesung mit Andreas Kilian am Donnerstag, 13.11. um 20:00 Uhr im BDP Jugendcafé

Der Autor Andreas Kilian kommt auf Einladung des BDP Babenhausen zu einer Lesung ins Babenhäuser Jugendcafe. Der Abend ist Teil der Veranstaltungsreihe POLITUR, die eine Anzahl von Veranstaltungen zu Politik und Kultur bündelt.

„Das ist eine Krankheit ohne Namen“, sagt Shlomo Venezia. In seinen Träumen sieht er noch immer die verzweifelten Gesichter der Menschen in den Gaskammern. Shlomo Venezia gehört zu dem kleinen, heute noch lebenden Kreis der Häftlinge des jüdischen Sonderkommandos in Ausschwitz-Birkenau. In den Gaskammern dieses Vernichtungslagers ermordete die SS Hunderttausende Menschen. In Gang halten mussten diese Todesfabrik jedoch hilflose Arbeitssklaven – die jüdischen Häftlinge der Sonderkommandos.

Wie wurde der Massenmord in Ausschwitz-Birkenau wirklich ausgeführt? Einige wenige Überlebende des Sonderkommandos geben Antwort. Sie waren – außer den Tätern –die einzigen Augenzeugen. Die SS zwang sie, die Opfer in den Auskleideräumen zu erwarten, ihnen zu helfen, damit es schnell ging. Sie mussten nach der Vergasung die Leichen zu den Öfen schleppen und verbrennen. Wer sich weigerte wurde ermordet. Doch in der Todesfabrik ging es nicht nur um Massenvernichtung, sondern auch um die Ausbeutung des Menschen bis zum Letzten. Die Sonderkommando-Häftlinge mussten den Leichen die Goldzähne ziehen und die Haare abschneiden. Kleider, Geld, Schmuck, Zahngold, Haar und sogar die Asche der Toten – all dies brachte Gewinn für die SS und den NS-Staat.

Am 13.11. um 20.00 Uhr liest Andreas Kilian im Babenhäuser Jugendcafe und steht danach für weitergehende Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung richtet sich besonders an Schülerinnen und Schüler der Babenhäuser Schulen. Der Eintritt ist frei.

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Der Buchtitel als Bild. (JPG, 40 kB)

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Nachfragen richten Sie bitte an Torsten Jahr