Pressemitteilung vom 19.11.2003Es gibt ein Leben nach dem Urteil!Eine Gesprächsrunde mit Gefängnisseelsorgerin Karin Greifenstein und zwei Gefangenen der JVA Preungesheim. Am vergangenen Donnerstag (13.11.03) waren insgesamt mehr als 30 ZuhörerInnen Gast der Lesung „Zeugen aus der Todeszone“ – Das jüdische Sonderkommando in Ausschwitz-Birkenau. Bewegend waren die Originalaufnahmen der Zeitzeugen Interviews, die der Lesung in einem fünfzehn minütigen Ausschnitt eines Dokumentarfilms voran gingen. Als der Autor Andreas Kilian aus Passagen seines Buches vorlas, konnte man in den zumeist jungendlichen Gesichtern informative Wissbegier als auch Abscheu ob des Gehörten erkennen. In einer anschließend statt findenden Diskussionsrunde gab es viele Fragen und Redebeiträge. Andreas Kilian beantwortete mit umfangreichen Fachwissen die Fragen zu Vorgängen in den Vernichtungslagern, speziell in Ausschwitz. Er gewährte auch Einblick in das Innenleben eines jungen Referenten, der sich seit mehr als 12 Jahren intensiv mit diesem Thema auseinander setzt. Am kommenden Sonntag, den 23.11.03 gibt es nun den nächsten Teil der Veranstaltungsreihe POLITUR des BDP Babenhausen: „Es gibt ein Leben nach dem Urteil“. Nur ca. 4 % aller GefängnisinsassInnen sind Frauen. Welche Lebenswege führen sie in den Knast und wieder hinaus? Wie sieht ein Leben „hinter Gitter“ aus? Was bedeutetet es für Freundschaften und Familie. Welche praktischen Auswirkungen haben die Sparpläne der Landesregierung Koch für Häftlinge in Hessen? Wir wollen die Mauern, die die Welt vor und hinter den Gittern trennen, etwas durchsichtiger machen. Die Gesprächsrunde führt Karin Greifenstein, Seelsorgerin im Frauengefängnis Frankfurt-Preungesheim mit zwei inhaftierten Frauen. Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr im BDP Cafe` in Babenhausen. Der Eintritt ist frei. Mit freundlichen Grüßen
Ihr BDP Babenhausen. |