BDP Babenhausen

Presse-Informationen - März 2004


Pressemitteilung vom 14.04.2004

"Sorry for not playing any Chili Peppers songs tonight."

David Judson Clemmons zum 4. mal in Babenhausen

David Judson Clemmons

Sandra Plogmann

Das Publikum

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Bis zum Schluss kursierten die Gerüchte, dass Anthony Kiedis, der Sänger der Red Hot Chili Peppers einen "Secret Gig" im BDP-Café spielen würde. Das lag nicht nur an der verblüffenden Ähnlichkeit die David Judson Clemmons, der wirkliche Protagonist des Abends, auf seinen roten Plakaten mit dem Superstar hat. Es liegt auch daran, dass es den charmanten ÜbertreiberInnen vom BDP neben der lokalen Talentförderung tatsächlich oft gelungen ist, KünstlerInnen in die Gersprenz-Stadt zu holen, die gerade auf Tour durch wesentlich größere Lokalitäten der Metropolen sind.

Auch Clemmons bestätigt: "It's really good for me to play in Frankfurt, but it's important for me to play at BDP-Café." Der in Berlin lebende US-Amerikaner, der als Kopf von Bands wie "JUD" oder "The Fullbliss" bekannt ist, war vergangenen Freitag erstmals solo nach Babenhausen zurück gekehrt, um neue Interpretationen seines Materials vorzutragen.

Eröffnet wurde der Abend zunächst von der Frankfurter Singer/Songwriterin Sundra Plogmann, die bereits bei der Night of Lights im November einen kurzen Einblick in ihr Werk gegeben hatte. Am Freitag wurde sie nun erstmals neben dem Local Hero Alex Suhre an der Gitarre auch von Laura Peaupaura mit der zweiten Stimme unterstützt. In kurzer Zeit hatte das Trio die über 80 Gäste erobert und zu Begeisterungsstürmen animiert.

Daran musste sich Dave Clemmons nun messen lassen. Sein intensives, dunkles Liedmaterial lässt tiefe Einblicke in sein Gefühlsleben zu, das er nuancenreich und stilsicher ausbreitet. Anspruchsvolle Musik also, die Aufmerksamkeit erfordert, soll das Konzert gelingen. Schon am Abend zuvor konnte er im Sachsenhäuser "Clubkeller" druckvoll und inbrünstig beeindrucken, ohne allerdings das Grosstadtpublikum in den letzten Reihen bewegen zu können, ihre Gespräche in den "chatterboxes outside" zu führen, was das Gesamterlebnis natürlich beeinträchtigte.

Anders im Babenhäuser BDP-Café: Schnell wurde dem sitzenden Publikum klar, dass hier etwas Großes erlebt werden kann. "This is another song that sounds a bit sad. But you might have noticed, that all of my songs are completely filled up with hope. Is that 'Hoffnung'? Yeah!" Und in der letzten Stunde des Konzerts konnte man tatsächlich in den stillen Passagen nur die Trafos der gedämpften Lampen leise brummen hören. Jetzt saßen nicht nur junge BabenhäuserInnen, die 2 Wochen vorher auf der selben Bühne beim "Talentschuppen" frenetisch gefeiert wurden, mit angehaltenem Atem da und staunten über die dynamische Bandbreite und emotionale Tiefe, mit denen Clemmons seine Lieder vortrug und den Kontakt zum Publikum hielt.

Einmal mehr also ‚Musik zum Anfassen' und wer weiß, ob Anthony Kiedis nicht auch in Babenhausen spielen wollte, wenn ihm jemand vom BDP-Café erzählte. Wünschen kann man es ihm auf jeden Fall.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Eike Totter.