BDP Babenhausen

Presse-Informationen - Mai 2004


Pressemitteilung vom 26.05.2004

"Bilder eines utopischen Weges"

Vortrag und Diskussion über die zapatistische Revolution in Mexiko

 

Am Donnerstag, 17.6.2004 laden der Bund deutscher PfadfinderInnen (BDP) und das Weltlädchen Babenhausen gemeinsam zu einer Veranstaltung um 19.30 Uhr ins Jugendcafé in der Stadthalle Babenhausen (Eingang Bürgermeister-Rühl-Straße) ein.

Im Januar 1994 ertönte aus dem lakandonischen Urwald im Südwesten Mexikos der Ruf "Ya basta" – "Es reicht!". Der Aufstand der verarmten, indigenen (eingeborenen) Landbevölkerung für Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit überraschte die mexikanische Regierung und die ganze Welt. Seitdem sind zehn Jahre vergangen, in denen die Bauern- Revolutionäre Schritt für Schritt ihren Weg für ein besseres Leben weitergehen. Sie nennen sich nach dem mexikanischen Volkshelden Emiliano Zapata und sind – wie ihr Vorbild zu Beginn des 20.Jahrhunderts - immer wieder militärischem Druck ausgesetzt. Aus diesem Grund stellen sich vor allem junge Menschen aus aller Welt als sogenannte 'Menschenrechtsbeobachter' zur Verfügung. Sie leben eine gewisse Zeit lang im Konfliktgebiet, um die Lage in den Dörfern zu überwachen und notfalls die Weltöffentlichkeit über Menschenrechtsverletzungen informieren zu können.

Die Babenhäuserin Judith Bitter war von Oktober bis Dezember 2003 als Freiwillige im Beobachtungseinsatz und lebte in einigen indigenen Gemeinden. Nun möchte sie mit Dias und erlebten Geschichten von dem zähen Kampf dieser Menschen berichten. Sie war früher aktiv in der Evangelischen Kirchengemeinde, dem Weltlädchen und dem BDP Babenhausen, zur Zeit lebt, arbeitet und studiert sie in Freiburg.

Judith (23): 'Ich will keinen langweiligen Vortrag halten, sondern versuchen, einen lebendigen Eindruck von meinen Erfahrungen zu vermitteln. Und fragen: Was kann die Situation dort hier für uns bedeuten? Mitzubringen sind: Augen, zu schauen, Ohren, die zuhören wollen und einen Mund, der weiter fragt und den utopischen Weg wagt.'

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Holger Köhn.