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Energiewende
jetzt!
Der BDP steigt um!
Auf der Bundesdelegiertenversammlung (BDV) des BDP im Jahr 2002 wurde
der Beschluss gefasst, allen Untergliederungen dringend nahezulegen,
in ihren Büros und Einrichtungen auf Anbieter von Ökostrom
umzusteigen und so die Energiewende weg von Atomkraft und fossilen
Energieträgern hin zu regenerativen Energien aktiv zu unterstützen.
Mit dem Thema Energiewende beschäftigte sich der Fachausschuss
"Politik&Aktionen", der mindestens 3 mal im Jahr auf
Bundesebene zusammentrifft. Das Layout der Werbe- und Mitmach-Kampagne,
sowie der Spruch "Warum mit Strom Scheiße machen, wenn
man aus Scheiße Strom machen kann" wurde zusammen mit dem
Fachauschuss "Öffentlichkeitsarbeit und innerverbandliche
Kommunikation" kreirt.
Beschluss
der BDV 02 (Bundes Delegierten Versammlung)
des BDP
Seit mittlerweile 30 Jahren wird in deutschen Atomkraftwerken Atomstrom
hergestellt. Genauso lange dauert der Kampf vieler gesellschaftlicher
Gruppen, insbesondere Jugendverbände, gegen diese gefährliche
Form der Energieerzeugung: In allen Stufen des Produktionsprozesses,
vom Uranabbau bis zur Endlagerung, kommt es zu immensen Umweltverschmutzungen,
Menschen und Natur sind unkalkulierbaren Gefahren ausgesetzt. Dies
hat der Super-GAU von Tschernobyl auf tragische Weise gezeigt. Nicht
zuletzt werden "Nebenprodukte" der Nutzung von AKWs zum
Teil zur Produktion von Kriegswaffen wie Atombomben oder Uranmunition
verwendet.
All
diese Gefahren sind aktueller denn je, daran ändert auch
der sogenannte "Atomausstieg" nichts, als der der
"Konsensvertrag" zwischen den Energieversorgungsunternehmen
und der Bundesregierung gepriesen wird. Auch wenn ein Atomausstieg
grundsätzlich natürlich zu begrüßen ist:
Die Atomenergienutzung geht noch mehr als 20 Jahre weiter, die
Gefahren bleiben unverändert groß und selbst die
getroffene Vereinbarung ist umkehrbar.
Neben der Atomkraft wird ein großer Teil der Energie in
der Bundesrepublik aus fossilen Energieträgern wie Erdöl,
Stein- und Braunkohle gewonnen.
Diese Formen der Energieproduktion sind maßgeblich für
Luftverschmutzung, Raubbau an der Natur und den Klimawandel
verantwortlich.
Der unverantwortliche Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen
verstößt gegen das Prinzip der Nachhaltigkeit, insbesondere
gegen das Prinzip der inter-generativen Gerechtigkeit.
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Die heutige
Energieproduktion mit ihrer Konzentration auf nicht-erneuerbare
Energieträger und Risikotechnologien erfolgt somit auf Kosten
zukünftiger Generationen und auf Kosten der heute lebenden
Jugendlichen.
Nach wie vor und gerade jetzt, wo das Thema Atomenergie durch den
Atomkonsens häufig als "abgehakt" angesehen wird,
geht es also darum, Farbe zu bekennen und gegen die Atomenergie
zu kämpfen.
Eine Alternative bieten - neben einer drastischen Verringerung des
Energieverbrauchs - einzig die regenerativen Energien. Sie schonen
die Ressourcen und helfen somit, die Lebenschancen künftiger
Generationen zu sichern. Für uns als Jugendverband muss es
damit selbstverständlich sein, im Sinne der Nachhaltigkeit
regenerative Energien zu unterstützen.
Konkret bedeutet dies, dass wir die politische Bildungsarbeit mit
Kindern und Jugendlichen zu dem Thema intensiv fortsetzen müssen,
ebenso wie die Lobbyarbeit für bessere Rahmenbedingungen für
die Energiewende. Flankierend dazu sollten wir über unsere
Ortsgruppen und Mitglieder ebenso darauf hinweisen, dass möglichst
viele Menschen in den Jugendverbänden und in deren Umfeld für
den Umstieg auf Ökostrom sensibilisiert und auch zum Wechsel
motiviert werden. Die Selbstverpflichtung des BDP zum Umstieg seiner
Geschäftsstellen und im Optimalfall aller Büros, aller
Ortsgruppen, Tagungshäuser, und auch der Mitglieder auf privater
Ebene auf Ökostrom soll ein deutliches Zeichen sein und diesen
Anspruch untermauern.
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